Zirkuspropaganda
"Tiere fühlen sich wohl im Zirkus. Sie wollen für den Menschen arbeiten und führen gerne Kunststücke vor."
Zirkusunternehmen vermitteln der Öffentlichkeit den Eindruck, dass sich die Tiere „wohlfühlen“ und ihnen der Zirkusalltag „Spass“ mache, i.e. Kunststücke vorführen, angekettet, eingesperrt und exponiert sein und ständig verladen und transportiert werden.
Experten, die sich positiv zu den Haltungsbedingungen im Zirkus äussern, profitieren selbst vom Zirkusgeschäft mit Tieren. Ihr Tun kritisch zu hinterfragen, liegt folglich nicht in ihrem Interesse. Im Zirkus Knie sind die zuständigen Experten Franco Knie und Fredi Knie jr. selbst, sowie der seit 30 Jahren für das Unternehmen Knie zuständige Kurator Kurt Müller.
Gegenüber externer Kritik zeigen sich die Zirkusunternehmen unbeirrt. Laut Franco Knie ist beispielsweise das „Weben“ der Elefanten (ein Hin- und Herschaukeln mit dem Kopf oder dem ganzen Körper) nichts weiter als das „ungeduldige Erwarten der Fütterung“. In der Fachliteratur jedoch wird solches Verhalten „Stereotypie“ genannt. Stereotypien sind sich wiederholende, identische Bewegungen, die keine offensichtliche Funktion aufweisen. Sie werden mit unzureichenden Haltungsbedingungen in Verbindung gebracht, die es den Tieren nicht ermöglichen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Ein international anerkannter Experte sagt dazu: „Die Elefanten sind in Kettenhaft verrückt geworden.“
Streotypes Verhalten zeigen Tiere nur, wenn sie Gefangenschaft leben. Wer den Zirkuszoo des Knie besucht, wird dieses Verhalten bei vielen Tieren beobachten können. Sehen wir Menschen, die sich so verhalten, halten wir sie für verrückt.
|