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Tradition
"Tiere gehören in den Zirkus. Ohne Tiere ist der Zirkus nicht mehr ein richtiger Zirkus."
Bereits heute gibt es viele Zirkusse, die aus den hier diskutierten Gründen auf die Haltung von Tieren verzichten. Diese Unternehmen zeigen eindrücklich, dass dem Zauber und der Magie des Zirkusses nichts abhanden kommt, wenn man auf die Zurschaustellung von Tieren verzichtet. >>Zirkusse ohne Tiere
Der Rückgriff auf Tradition kann eine Erklärung alter Gewohnheiten sein, niemals jedoch eine Rechtfertigung fragwürdiger Praktiken. Die Tatsache, dass ein Zirkus seit vielen Jahrzehnten Tiere für seine Interessen instrumentalisiert, ist keine Lizenz dafür, das auch in Zukunft tun zu dürfen. – Auch die Sklaverei hatte eine jahrhunderte alte Tradition, bevor sie abgeschafft wurde. Das Gleiche gilt für die Unterdrückung der Frauen und praktisch alle sozialen Ungerechtigkeiten.
Der selbsternannte „Schweizer Nationalzirkus“ Knie blickt auf eine lange Tradition zurück, Tiere für seine Zwecke zu verwenden. Bei genauerem Hinsehen offenbart diese vielgerühmte Tradition jedoch äusserst fragwürdige Praktiken, von welchen sich heute auch der Zirkus Knie distanziert. Während Fredy Knie jr. im Jahre 1972 noch einen Tiger auf einem Nashorn reiten liess (!), anerkennt er unterdessen, dass ein Zirkusbetrieb nicht in der Lage ist, den Bedürfnissen eines Nashorns gerecht zu werden. Franco Knie, der „seine“ Elefanten einst in den Kopf- und Handstand zwang, gesteht nun, dass es sich dabei um eine Überforderung der Tiere gehandelt hat. Die Tatsache aber, dass das Unternehmen Knie seinen Profit immer noch zu Lasten zahlreicher gefangener und gebrochener Tiere macht, ist für Franco Knie und Fredy Knie jr. auch weiterhin unbedenklich.
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