STS Informationen zur artgerechten Haltung von Wildtieren
Gehege
STS: „Die artgerechte Haltung von Wildtieren erfordert sehr grosszügige Platzverhältnisse.“
In Freiheit beanspruchen Elefanten eine Fläche von mehreren Hundert km2. Dem Zirkuszoo Knie steht jeweils eine Fläche von 0,003 km2 zur Verfügung. Das heisst, dass die Elefanten, wenn sie nicht gerade in Ketten liegen, eine Fläche von einigen m2 zur Verfügung haben. Abgesehen davon sind die Elefanten im Knie während 12,5 Sunden pro Tag angekettet.
Kontakt
STS: „Grundsätzlich soll bei Wildtieren die hands off-Haltung (kein direkter Körperkontakt Mensch-Tier) angestrebt werden.“
Bei einer Haltung von Tieren im Zirkus ist eine solche Haltung unmöglich. Schon nur für das regelmässige Verladen und Entladen der Tiere ist direkter Körperkontakt unvermeidlich. Das Gleiche gilt für die Dressur.
STS: „Animation (Bewegungstherapie, Dressur) ist keine natürliche Lösung der Probleme, welche in der Wildtierhaltung durch Reiz- und Bewegungsarmut entstehen. Sie soll höchstens in Einzelfällen oder als kurzfristige Lösung eingesetzt werden.“
Zirkusse mit Tieren, allen voran der Zirkus Knie, hingegen sehen in der Dressur ein Qualitätsmerkmal des Zirkusses.
STS: „Der Mensch darf und kann kein Ersatz für fehlende Sozialpartner sein.“
Im Gegensatz dazu steht auf der Homepage des Zirkus Knie: „In (die) Sozietät eingebunden ist bei den (…) Asiatischen Eefanten mehrheitlich noch immer der die Tiere betreuende Mensch. Vielleicht ist – und bleibt – dieser gegenseitige Kontakt ein Qualitätsmerkmal, das nur schwer oder, vielerorts, gar nicht ersetzt werden kann.“ Im Zirkus Knie verweist man vehement darauf, als Experten über die Lebensqualität der Tiere entscheiden zu können. Dabei wird die Tatsache ignoriert, dass Experten, welche nicht im Zirkusgeschäft sind, jedoch profunde Kenntnisse über die einzelnen Tierarten besitzen, zu ganz anderen Schlüssen bezüglich der Lebensqualität der Tiere kommen.
Im Zirkus Knie berichtet man stolz, dass Franco Knie jr. persönlich für die tägliche Fusspflege der Elefanten zuständig ist. Auch hier setzt man sich grosszügig über die Erkenntnisse des STS hinweg.
STS: „Wildtiere eignen sich nicht für Streichelzoos, da der Körperkontakt zum Menschen fast immer mit Angst und Stress verbunden ist.“
Wer den Zirkuszoo im Knie besucht, darf für zwei Franken eine Runde auf einem Elefanten reiten. Die Tiere werden so gehalten, dass sie mit Futter angelockt und gestreichelt werden können.
STS: „Das Zähmen von Wildtieren wird grundsätzlich abgelehnt.“ „Es darf auf keinen Fall eine Fehlprägung von Jungtieren provoziert werden, z.B. durch Spiel mit den Jungtieren.“
Das Zähmen der Tiere ist für Dressurnummern unabdinglich.
Transport
STS: „Transporte bedeuten für Wildtiere immer eine grosse Stressbelastung, einerseits durch die Manipulationen, andererseits durch die Brüche im Lebenslauf.“„Transporte sind auf das absolut unerlässliche Mass zu beschränken.“
Im Zirkus Knie werden die Tiere jährlich über 2800 Kilometer durch das ganze Land gekarrt. Auf die Frage, ob die Tiere durch diesen stetigen Transport leiden, hat das Unternehmen Knie eine klare Antwort parat: „Nein.“
Verhaltensstörungen
STS: „Das Auftreten von Verhaltensstörungen ist ein Zeichen für ungenügende Haltungsbedingungen und weist darauf hin, dass die Anpassungsfähigkeit der Tiere überfordert ist.“
Eine häufig auftretende Verhaltensstörung bei gefangenen Tieren ist die Stereotypie. >>Stereotypie Wer einen Zirkus oder einen Zoo besucht, wird sie bei vielen Tieren beobachten können. Sie sind ein eindeutiger Hinweis dafür, dass die Gefangenschaft den Bedürfnissen der Tiere nicht gerecht wird. Die Elefanten im Knie beispeilsweise führen bis zu 45% ihrer Zeit eine Stereotypie aus.
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